Dagoberta e. V.
Wir erobern die Welt...                   

2001 Dagoberta`s erste Reise ging nach New York  

- New York-Reise -  einmal WALL STREET und zurück


Bericht über die New York-Reise, entnommen aus dem Buch „ Die Dagobertas“

Unsere Reise steht im Zeichen des Geldes, das merken wir schon bei der Stadtrundfahrt.
New York ist teuer! Wolfgang Ramböck, ein Österreicher, der seit zehn Jahren in der Stadt lebt und für uns den Fremdenführer spielt, hat erstaunliche Zahlen parat.
Ab 1.250 $ pro Nacht kostet ein Hotelzimmer im Trump Tower, 650 $ im Monat allein der Parkplatz im
noblen Apartment-Haus „Dakota“ am Central Park. Dabei verdient ein Durchschnitts-Amerikaner lediglich ca.24.307 $ im Jahr. Das reicht nicht aus für das Schulgeld an einem der besseren Colleges des Landes. Was tun also vorausschauende Eltern? Sie investieren in Aktien – für die Ausbildung ihrer Kinder!

Uns Touristen rutsch das Geld durch die Finger. Auch wenn wir zu wenig Zeit haben, es bei Tiffany´s, auf der 5th Avenue, in Juwelen anzulegen. Schon der Imbiss zwischendurch, die Eintrittspreise der Museen,
die Oper am Abend und der Drink in der gemütlichen Hotelbar lassen die Barschaften schrumpfen.

Sonntagmorgen. Wir sind mit dem Bus auf dem Weg nach Harlem zum Gospelgottesdienst. Das ehemalige Ghetto hat sich gemausert, die alten Brownstone- Häuser sind bei Schwarz und Weiß wieder zum Wohnen
begehrt und Gospelgottesdienste, sagt Wolfgang Ramböck, seien „der am schnellsten wachsende Tourismus- Zweig“ überhaupt. Freilich- auch hier geht es um Geld. Die baptistischen Kirchengemeinden, die ihre Andachten in ehemaligen Varieté- Theatern aus den 20er Jahren feiern, der großen Zeit des Jazz, verlangen Eintritt von den europäischen und japanischen Touristengruppen.

Die Dagobertas aus Deutschland sind nach kurzer Zeit eingenommen vom Rhythmus der Musik, dem lauten
Gesang von Jung und Alt, von den Witzen des Pastors und den Garderoben der schwarzen Ladies. Am meisten aber berühren sie die „Testimonials“ der Gläubiger. Ohne Scheu erzählen Frauen der Gemeinde vor allen Ohren über Freud und Leid, über Krankheiten und Geldsorgen und wie Gott ihnen geholfen hat.
Die Gemeinde applaudiert.

„Ach, könnte ich nur besser englisch“, sagte eine der Dagobertas, als wir wieder in den Bus steigen.
„Ich hätte auch eine Geschichte zu erzählen gehabt“.